Colour Dreams of Dr. Frankenstein
Zur Gestaltung des neuen Projekts des Schwarzen Theaters, dass am 4.4. 2006 Premiere im Palace Theatre feierte, inspirierte die Schöpfer vor allem der Kultroman „Frankenstein“. In dieser Aufführung werden Sie nicht nur Doktor Frankenstein antreffen, sondern auch andere Gestalten aus der Welt der Detektiv- und Horrorromane.
Dr. Frankenstein, ein etwas zerstreuter und verrückter Wissenschaftler, ist vom Gedanken besessen einen künstlichen Menschen zu erschaffen. Zur Zusammenarbeit ruft er bekannte Größen der Horror- und Detektivromane auf, mit deren Hilfe er sein Vorhaben umzusetzen plant. Er erweckt den Unsichtbaren, Sherlock Holmes, den Hund von Baskerville, Dracula… wieder zum Leben.
Auf dem Weg quer durch Europa erleben Sie an der Seite der Hauptgestalt unerwartete Abenteuer. Sie geraten mitten in die Tiefen des Ozeans unter tanzende Quallen, in Paris erleben Sie einen zum Leben erweckten Eiffelturm, auf der Reise über die Alpen jodeln für Sie in klassischen Trachten ausgelassene Bergbewohner und Wien wird seinem Ruf, als Stadt des Walzers, nicht schuldig. Im geheimnisvollen Transsylvanien unter der Burg des Grafen Dracula liest eine Zigeunerin aus der Hand… Erfolg oder Niederlage?
Begeben Sie sich auf eine romantische Pilgerschaft der Traumverwirklichung eines zerstreuten Professors, welcher mittels seines liebenswürdigen Humors Ihr Herz gewinnt wird.
Die Vorstellung nutzt sämtliche klassischen Elemente und Effekte des Schwarzen Theaters. Die einfallsreichen Tricks werden durch eine überwältigende Musik und eine interessante Geschichte unterstützt, welche aufgrund der poetischen Verarbeitung, Übertreibung und des Humors sich von der Horrorgrundlage soweit entfernt, dass dieses für die Zuschauer aller Generationen zu einem verständlichen und unterhaltsamen Spektakel wird.
Das Geschöpf Frankenstein
Im Sommer des Jahres 1816 verlebten Mary Godwin und ihr anstehender Ehemann Percy Byssh Shelley ihren Urlaub bei Lord George Gordon Byron. Die regnerischen Tage verkürzten sie sich durch das ausdenken verschiedener gespenstischer Geschichten. Damals erblickte das erste Mal der Student und spätere Wissenschaftler Viktor Frankenstein das Licht der Welt. Die Autorin gab ihm den Drang zur Schaffung eines perfekten Menschen mit auf den Weg. Der Roman Frankenstein wurde im Jahr 1818 herausgegeben. Es entstanden noch viele weitere Aufarbeitungen und heute wird dieses Werk als Gründungswerk des Horrors angesehen.
Im selben, regnerischen Sommer am selben Ort erblickten auch weitere klassische Gestalten der Horrorgeschichten das Licht der Welt – Lord Byron schrieb die Grundlage der Erzählung „Vampir“, welche später zur ersten Inspiration für „Vampirhorrorromane“, z.B. des Romans „Dracula“, wurde.
Zwei klassische Erzählungsmotive entstanden so parallel und vollkommen zufällig.





